Diagnose Zöliakie – die besten Tipps für Ihren Alltag!

Tipps für Ihren Alltag nach einer Zöliakie Diagnose

Diagnose Zöliakie – Was nun?

Es ist ganz normal, in den ersten Tagen nach der Diagnose Zöliakie zunächst Frustration, Angst und Unsicherheit zu verspüren. Versuchen Sie dennoch, dankbar dafür zu sein, dass nun die Ursache für Ihre Beschwerden aufgedeckt werden konnte und Sie nun gezielte Maßnahmen ergreifen können.

  • Holen Sie sich die Unterstützung von Familie und Freunden, denn so gelingt die Ernährungsumstellung deutlich leichter. Informieren Sie auch Verwandte und Bekannte vor allem, wenn ein Kind von der Glutenunverträglichkeit betroffen ist.
  • Bereiten Sie glutenfreie und glutenhaltige Gerichte immer getrennt voneinander zu. Im Idealfall bereiten Sie zuerst die glutenfreien Gerichte zu und anschließend erst die herkömmlichen glutenhaltigen Speisen.
  • Vermeiden Sie im Allgemeinen die Benutzung derselben Küchenutensilien für die Zubereitung von glutenfreiem und glutenhaltigem Essen.
  • Benutzen Sie auch verschiedene Geschirrtücher und Spüllappen.
  • Reinigen Sie alle Geräte zum Backen, Kochen, Braten und Frittieren.
  • Lagern Sie glutenfreie und glutenhaltige Lebensmittel immer getrennt voneinander und beschriften Sie Aufbewahrungsbehälter eindeutig. Auf diese Weise kann es erst gar nicht zu Verwechselungen kommen.
  • Reinigen Sie Aufbewahrungsbehälter wie zum Beispiel Dosen oder Gläser sehr gründlich, wenn sich zuvor glutenhaltige Nahrungsmittel darin befunden haben.
  • Überprüfen Sie Ihren Vorratsschrank auf glutenhaltige Produkte, wie zum Beispiel Teesorten, Gewürzmischungen (reine Gewürze sind in der Regel glutenfrei) oder Brühe-Mischungen.
  • Bewahren Sie glutenhaltiges und glutenfreies Brot immer getrennt voneinander auf.
  • Verwenden Sie auch unterschiedliche Toaster und Brotkörbe!
  • Waschen Sie das Brotmesser immer gründlich ab oder benutzen Sie für das glutenfreie Brot ein anderes Küchenmesser.
  • Werden Sie zum Lebensmittelexperten: Welches Nahrungsmittel ist glutenfrei und welches nicht? Wenn Sie fundiertes Wissen rund um Nahrungsmittel erwerben, wissen Sie genau, zu welchen Produkten Sie greifen dürfen und zu welchen eben nicht.
  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Einkauf und lesen Sie sich auch aufmerksam die Zutatenlisten durch. Häufig versteckt sich Gluten in vielen Produkten. Aus diesem Grund sollten Sie sich mit Lebensmittelkennzeichnungen vertraut machen.
  • Produkte die als „glutenfrei“ gekennzeichnet sind müssen rechtlich auch glutenfrei sein. Der Ausdruck „glutenfrei“ ist gesetzlich geschützt und alle Hersteller, die diesen verwenden, müssen auch sicherstellen, dass die Produkte sicher glutenfrei sind.
Tipps für Ihren Alltag nach einer Zöliakie Diagnose
Diagnose Zöliakie – die besten Tipps für Ihren Alltag!

Fördern Sie aktiv Ihre Darmgesundheit

Durch falsche Verdauungsprozesse kommt es bei einer Zöliakie immer wieder zu starken und sehr unangenehmen Blähungen. Solange die Schleimhaut des Dünndarms noch sehr geschädigt ist und nur eine geringe Nähr- und Vitalstoffmenge aufnehmen kann, werden die verbleibenden Nährstoffe durch verschiedene Bakterien zersetzt. Im Rahmen dieses Abbauvorgangs entstehen hier Gase, die sich schließlich durch Blähungen äußern. Bei einer konsequent glutenfreien Ernährung ist dies aber kein Problem mehr.

Auch hastiges Essen oder verschluckte Luft werden zum Darm geleitet: Diese Luft kann dann in Form von Blähungen auf ganz natürliche Weise wieder aus dem Organismus entweichen.

Um nicht zu viel Luft zu verschlucken, sollten Sie sich ausreichend Zeit zum Genießen lassen. Schlingen Sie nicht jeden Bissen hinunter, sondern machen Sie es sich mit Ihren Lieben beim Essen gemütlich. Essen Sie zudem in einer entspannten und schönen Atmosphäre.

Essen Sie keine stark blähenden Speisen vor dem Zubettgehen: Hierzu gehören einige Kohlsorten, Zwiebeln und Hülsenfrüchte. Auch Rohkost kann unser Darm nur schwer verwerten. Wenn Sie an einem etwas empfindlichen Darm leiden, sollten Sie das Gemüse vor dem Verzehr leicht andünsten.

Dies gilt auch für viele verschiedene Naturkräuter wie etwa Fenchel, Kümmel und Anis. Diese Kräuter können Sie entweder als Tee-Aufguss oder als Gewürztee genießen.

(Wenn Sie mehr über die Darmgesundheit erfahren möchten, dann kann ich Ihnen unseren Blogartikel: “Unser Darm – das am meisten unterschätzte Organsehr empfehlen.)

Blähungen auf die sanfte Art lindern

Eine Wärmflasche oder ein wärmendes Kirschkernkissen können bei krampfartigen Schmerzen eine sehr wohltuende Linderung verschaffen. Wärme entspannt die verkrampfte Darm- und Bauchmuskulatur. Auch leichte Bewegungen, wie etwa Treppensteigen oder leichte Spaziergänge in der freien Natur können Linderung verschaffen. Für viele Menschen ist eine sanfte Massage des Bauches auch sehr angenehm. Für diese Selbstmassage können Sie sich bequem auf den Rücken legen. Stellen Sie die Beine auf und erwärmen Sie in der Handfläche ein wenig Kümmel-Öl. Streichen Sie anschließend mit der flachen Hand im Uhrzeigersinn um Ihren Bauchnabel herum.

Die Glutenunverträglichkeit schädigt ja bekanntermaßen die Dünndarmschleimhaut. Infolgedessen ist diese nicht mehr wirklich in der Lage, Nährstoffe aus den täglichen Mahlzeiten aufzunehmen und weiter zu verwerten. Somit kommt es zu Durchfallbeschwerden. Wichtig ist hier, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu setzen. Das ist vor allem für Kinder von besonderer Wichtigkeit.

Auch lauwarme Tee-Kräutermischungen, Mineralwasser und Gemüsebrühe können den Elektrolytverlust wieder ausgleichen. Im Zweifel solle hierzu auch immer der Hausarzt konsultiert werden.

So wie es zu Durchfall kommen kann, kann es auch zu Verstopfung kommen. Daher ist es sehr wichtig, bei einer Zöliakie auf eine aktive und gesunde Verdauung zu setzen. Eine glutenfreie und angemessene Ernährungsweise ist hier die wichtigste Maßnahme.

Zudem können Sie noch folgende Selbstmaßnahmen ergreifen:

  • Trinken Sie vor dem Frühstück ein Glas lauwarmes Wasser, denn das bringt die Verdauung in Schwung.
  • Trinken Sie tagsüber viel Flüssigkeit: Mindestens 2,5 Liter müssen es bei einem erwachsenen Menschen sein.

Achten Sie darauf, sich ausreichend zu bewegen und integrieren Sie kleine Ausdauereinheiten in Ihren Alltag: Schwimmen, Einkäufe zu Fuß erledigen, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, abends ein wenig Gymnastik machen oder in der freien Natur spazieren gehen, sorgen für eine leistungsfähige und gesunde Verdauung.

Fazit:

Es ist normal, dass nach der Diagnose Zöliakie erst einmal Verunsicherung bei Betroffenen herrscht. Wenn Sie sich aber mit Ihrer Krankheit intensiv auseinandersetzen und Ihre Ernährung auf einen konsequenten Verzicht von glutenhaltigen Lebensmitteln ausrichten, dann können Sie ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen. Am besten reden Sie auch intensiv mit Ihrem Arzt, der Ihnen die Diagnose Zöliakie gestellt hat, er kann Ihnen auch weiterhelfen oder Sie an entsprechende Spezialisten überweisen.

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Disclaimer:

Die in diesem Blogartikel dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information, Weiterbildung und Unterhaltung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden oder Behandlungen dar. Die Texte ersetzt keinesfalls eine medizinische Beratung durch einen Arzt. Bei gesundheitlichen Fragen, Beschwerden oder Problemen konsultieren Sie immer Ihren Arzt!

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