Reizdarm » Welche wohltuenden Wirkungen zeigt Kurkuma?

Reizdarm » Welche wohltuenden Wirkungen zeigt Kurkuma?

Reizdarm und Kurkuma – ein wertvolles Gewürz für den Darm

Bei Reizdarm und anderen chronischen Darmbeschwerden kann Kurkuma sehr gewinnbringend eingesetzt werden. Das goldgelbe Kurkuma Gewürz entfaltet verdauungsfördernde sowie entzündungshemmende Wirkungen und somit darf es in keinem Haushalt und in keiner Küche fehlen. In der ayurvedischen Medizin sowie in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gehört Kurkuma zu den bekanntesten und ältesten Heilpflanzen. In unserer westlichen Kultur und Kulinarik ist Kurkuma hauptsächlich ein zentraler Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen. Es verleiht dem Curry die charakteristische Gelbfärbung und optimiert in Kombination mit anderen Gewürzen im Curry die Bioverfügbarkeit.

Doch welche Wirkungen kann die Kurkuma Pflanze speziell für den Darm und die Verdauung entfalten? Erfahren Sie hier mehr dazu.

Reizdarm – was steckt konkret dahinter?

Rund jeder fünfte Bürger in unserem Land leidet unter dem sogenannten Reizdarm oder Reizdarmsyndrom. Es handelt sich hierbei um eine der häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen. Permanent auftretende Blähungen, Bauchschmerzen und Beschwerden wie Verstopfung und Durchfall belasten den Alltag der Betroffenen massiv – teilweise über ganze Jahre hinweg. Das Reizdarmsyndrom macht sich durch typische Symptome bemerkbar: So verspüren die Betroffenen starke Bauchschmerzen und ein Druckgefühl, das vor allem im oberen Bauchbereich auftritt. Auch Völlegefühle, Blähungen und ein deutlicher Blähbauch gehören zu den typischen Reizdarmsymptomen. Durchfall und Verstopfung wechseln sich immer wieder ab und die Betroffenen haben ständig das Gefühl, einer unvollständigen Darm-Entleerung.

Diese Reizdarm-Symptome können im Wechsel, in Kombination miteinander oder auch getrennt voneinander auftreten. Es gibt also keine einheitliche Reizdarmsyndrom-Symptomatik. Diese individuellen Auswirkungen schränken den Lebensalltag und die Lebensqualität sehr stark ein und erschweren zudem eine klare Diagnose.

Reizdarmsyndrom – jeder Typ ist anders

Jedes Reizdarmsyndrom hat einen individuellen Verlauf und auch eine ganz eigene Symptomatik. Um zielgerichteter behandeln zu können unterscheiden Ärzte drei Reizdarm-Typen:

Der Durchfalltyp leidet mehrmals pro Tag – mindestens jedoch drei Mal – unter einem sehr flüssigen Stuhlgang.

Der Verstopfungstyp hat einen sehr harten Stuhl, der nur hin und wieder, sehr mühevoll abgegeben werden kann.

Beim Mischtyp wechseln sich Durchfall und Verstopfung innerhalb eines Tages ab.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass die Reizdarmtypen nicht starr sind. Somit kann ein Wechsel der verschiedenen Mischformen durchaus vorkommen.

Über die exakten Auslöser waren sich Mediziner sehr lange Zeit uneinig. Zum Teil wurden die Reizdarmbeschwerden als psychosomatisch eingestuft. Heutzutage ist die Forschung hier deutlich weiter und hat festgestellt, dass eine gestörte Darmflora beziehungsweise eine geschädigte Darmbarriere zu einem Reizdarm führen kann. Auch frühere Darminfektionen, Antibiotika-Behandlungen oder sonstige Medizinpräparate können das Darm-Mikrobiom schädigen und zu einem Reizdarmsyndrom führen.

Auch äußere Faktoren wie zum Beispiel übermäßiger Stress, körperliche Belastungen oder ungesunde Essgewohnheiten können zu einem Darmflora-Ungleichgewicht und somit zu einem Reizdarmsyndrom führen.

Reizdarm » Welche wohltuenden Wirkungen zeigt Kurkuma?
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Curcumin – der zentrale Wirkstoff der Kurkuma-Pflanze

Kurkuma – in der Fachterminologie „Curcuma longa“ wird auch als Gelbwurz bezeichnet. Es handelt sich hierbei um ein fernöstliches Pflanzengewächs, das ursprünglich aus dem südlichen Asien wie auch aus Indien stammt. Botanisch gesehen, gehört Kurkuma zur Gattung der Ingwergewächse und ist weltweit die bekannteste Heilpflanze.

Besonders wertvoll ist die Wurzel der Pflanze, denn in dieser befindet sich der wertvolle Hauptwirkstoff Curcumin: Er sorgt für die charakteristische Gelb- und Orangefärbung des Pulvers. In der ayurvedischen Heillehre wird Kurkuma Pulver mit Ingwer sowie schwarzem Pfeffer vermischt. Auf diese Weise kann die Wirksamkeit der Gewürze noch einmal mehr intensiviert werden.

Die Pflanze bildet knollenartige und verzweigte Wurzeln aus – ähnlich wie die des Ingwers. Zudem sind die Wurzeltriebe – die sogenannten Rhizome – sehr aromatisch. In diesen unterirdischen Wurzeln speichert die Pflanze all ihre wertvollen Nährstoffe. Diese Rhizome werden über mehrere Tage lang luftgetrocknet und anschließend mit dem Mörser zerkleinert beziehungsweise zu einem feinen Pulver gemahlen.

Obwohl die Kurkumapflanze mit den Ingwergewächsen verwandt ist, hat sie doch nicht einen so scharfen Geschmack wie der Ingwer. Der Gelbwurz ist eher leicht bitter bis würzig-mild.

Das wertvolle Wirkspektrum der Curcuminoide

Das Curcumin ist der wichtigste Wirkstoff der Kurkumawurzel: Er sorgt nicht nur für die gelbe Farbe, sondern entfaltet auch wertvolle gesundheitliche Wirkungen. So soll das Curcumin nervenschützend, entzündungshemmend, antioxidativ, verdauungsfördernd und sogar krebshemmend wirken können. In der TCM – der traditionellen chinesischen Medizin – ist Curcumin bereits eine Art „Allheilmittel“.

In der Wurzel dieser wertvollen Heilpflanze stecken zudem wertvolle ätherische Öle, die nicht nur antioxidativ, sondern auch antimikrobiell – das heißt gegen Pilze und Viren – wirken sollen. Auch wenn diese ätherischen Öle nicht ganz so aktiv sind wie die Curcuminoide, so sind sie doch sehr wichtig für die ganzheitliche gesundheitliche Wirkung der Kurkumawurzel. Sie verbessern die Curcumin-Aufnahme in den Körper und intensivieren sogar dessen Heilwirkung.

Insgesamt konnten wissenschaftliche Forscher und Mediziner mehr als 90 stoffwechselaktive Substanzen in der Wurzel nachweisen, von denen einige bislang noch nicht vollständig erforscht und entschlüsselt sind.

Kurkuma als Hilfsmittel bei Reizdarm und anderen Darmerkrankungen

Bei Reizdarm und anderen chronischen Darmerkrankungen soll Kurkuma eine besonders wertvolle Wirkung entfalten können.

Hier waren sich die Weltgesundheitsorganisation WHO sowie die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes einig: Mit der fernöstlichen Kurkumawurzel lassen sich viele Verdauungsstörungen und Entzündungen des Magen-Darm-Trakts lindern, so etwa Beschwerden wie Völlegefühl oder Übelkeit.

Vor allem die WHO schreibt dem Kurkuma-Gewürz eine entzündungshemmende Wirkung zu. So wirkt die wertvolle Heilpflanze nicht nur bei entzündlichen Darmerkrankungen, sondern auch bei Übergewicht, Herzkrankheiten und Fettstoffwechselstörungen. Sogar für die Behandlung von Demenz, Alzheimer und sonstigen neurologischen Störungen soll Curcumin immer bedeutsamer werden.

Reizdarm vorbeugen und Symptome lindern mit Kurkuma

Im Darm soll Kurkuma eine besondere präventive Wirkung entfalten: So unterstützt das wertvolle Curcumin eine gesunde Verdauung und schützt die Darmflora.

Unterschiedliche wissenschaftliche Studien haben zudem gezeigt, dass Kurkuma bei Patientinnen und Patienten mit dem Reizdarmsyndrom eine deutliche Besserung der Symptomatik bewirkt! Somit wird die Lebensqualität signifikant gesteigert und die Betroffenen können wieder mit mehr Energie, Wohlbefinden und Zufriedenheit ihren Alltag meistern.

Auch bei anderen chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten wie etwa Morbus Crohn hat Curcumin entzündungshemmende Effekte. So können beispielsweise Entzündungsfaktoren gehemmt werden, die in der Schulmedizin sonst mit Kortison behandelt werden.

Kurkuma hat aber nicht nur eine entzündungshemmende, sondern auch eine antioxidative Wirkung: Somit wirkt der Inhaltsstoff der wertvollen Wurzelknolle zellschützend und fördert ebenso eine gesunde Wundheilung. Wer regelmäßig Kurkuma in seiner täglichen Ernährung einbringt, profitiert von positiven Effekten. So konnten endoskopische Untersuchungen zeigen, dass vorhandene Entzündungsherde im Darm zurückgehen.

Curcumin kann ebenso unterstützend beitragen, dass im Darm vorhandene Tumore weiterwachsen oder auf andere innere Körperorgane übergreifen.

Würzen Sie öfter mit Curry!

Wie bereits gesagt, ist Kurkuma hierzulande ein zentraler Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen. Kurkuma kann im menschlichen Körper oft etwas schwierig wirken, denn die Bioverfügbarkeit ist in Reinform nicht sehr hoch. Vor allem an den Stellen, an denen die wertvolle Wurzelknolle dann wirken soll – nämlich im Darm – wird sie recht schlecht aufgenommen. Abhilfe schafft hier eine Kombination mit anderen Stoffen, zum Beispiel mit schwarzem Pfeffer oder mit Curry! Das steigert die Bioverfügbarkeit – das heißt die Aufnahme des Curcumins in den Körper – um ein Vielfaches! Curcumin wirkt ja auch verdauungsfördernd, sodass vor allem Mahlzeiten, die schwerer bekömmlich sind, dank der Gewürze leichter verdaut werden können.

Würzen Sie daher gerne häufiger Ihre Gerichte und tun Sie damit Ihrer Darmgesundheit etwas richtig Gutes!

Wenn Sie es nicht so würzig mögen, gibt es Kurkuma auch als Tee oder in Kapselform. Die Teezubereitung ist jedoch ziemlich kritisch, denn die wertvollen Inhaltsstoffe sind nicht wirklich wasserlöslich.

Tipp: In Kombination mit Ingwer fördert Kurkuma übrigens nicht nur die Darmgesundheit, sondern ist auch ein wertvoller Immunsystem-Booster. Gerade in der kalten und nassen Jahreszeit ist das sehr wertvoll für den Körper. Entdecken auch Sie die gesundheitsfördernden Eigenschaften dieser beliebten Heilpflanze und sorgen Sie damit für mehr Wohlbefinden und innere Balance.

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