Entzündungshemmende Ernährung » was gehört dazu?

Entzündungshemmende Ernährung

Entzündungshemmende Ernährung – die Basis eines präventiven Lebensstils

Eine entzündungshemmende Ernährung ist ein zentraler Bestandteil eines gesundheitsbewussten und präventiven Lebensstils. Gerade in unserer westlichen Zivilisation nehmen chronische Entzündungserkrankungen wie Arthritis, Rheuma oder Darmerkrankungen immer mehr zu. Aus diesem Grund beschäftigen sich auch immer mehr Wissenschaftler und Ärzte mit den Zusammenhängen von körperinternen Entzündungsprozessen und den individuellen Lebensgewohnheiten.

Sie sind sich einig, dass Ernährungsfehler in unserer heutigen modernen Zeit ein bedeutender Auslöser für solche chronisch-entzündlichen Erkrankungen sind. Um hier rechtzeitig und effektiv vorzusorgen, braucht es eine entzündungshemmende Ernährung.

Körperinterne Entzündungen als Ursache für viele Erkrankungen

Innere entzündliche Prozesse sind häufig der Grund für viele chronische Krankheiten wie zum Beispiel Arthritis, Multiple Sklerose, Bronchitis, Osteoporose, Alzheimer, Darmerkrankungen und sogar Krebs! So sehr sich diese Krankheitsbilder auch voneinander unterscheiden, eines haben sie doch gemeinsam: Ihnen liegen zahlreiche körperinterne Entzündungsreaktionen zugrunde.

Entzündungen können im menschlichen Körper entweder als einzelnes Symptom auftreten wie etwa Akne oder Unreinheiten oder auch den ganzen Organismus umfassen, zum Beispiel eine Sepsis (Blutvergiftung).

Medizinisch gesehen können sich Entzündungen in fünf verschiedenen Erscheinungsformen äußern, nämlich als Schmerz, als Rötung, als Schwellung, als Hitze oder als gestörte Funktionsfähigkeit. Innere Entzündungsvorgänge laufen in den meisten Fällen unbemerkt ab – zumindest erst einmal. Ein allgemeines Unwohlsein oder Fieber können dann schließlich erste spürbare Anzeichen für innere Entzündungsvorgänge sein.

Was sind eigentlich innere Entzündungsprozesse?

Ein Entzündungsvorgang beginnt im Allgemeinen immer mit einer verminderten Durchblutung, gefolgt von einer deutlich intensivierten Durchblutung. Auf diese Weise sorgt der Körper dafür, dass weiße Blutkörperchen, also Abwehrzellen, aus dem Blutkreislauf in den Entzündungsherd geleitet werden.

In der Regel ist das ein normaler körperinterner Abwehrmechanismus: Auf diese Weise schützt sich der Organismus vor krankmachenden Schadstoffen oder Eindringlingen.

Auch eine ungesunde Lebens- und Ernährungsweise kann innere Entzündungen hervorrufen, die sich dann mit der Zeit zu chronischen Herden entwickeln.

Bleiben solche chronischen Entzündungsherde unentdeckt, kann das schwere Krankheiten nach sich ziehen. Um dem effektiv vorzubeugen, braucht es einen präventiven Lebensstil. Im Zentrum steht eine gesunde, ausgewogene und entzündungshemmende Ernährung.

Wie kommt es zu inneren Entzündungen?

Neben einer übersäuerten, vital- und nährstoffarmen Ernährung können Schlaf- und Bewegungsmangel, übermäßiger Stress, Umweltgifte, Allergene, zu wenig Sonnenlicht, aber auch Pilze, Bakterien und Viren zu chronischen Entzündungsvorgängen führen. Und das kann schließlich zu chronischen Krankheiten ausarten.

Wie bereits gesagt, sind Entzündungen im Grunde eine ganz natürliche Reaktion des Organismus: Diese werden als akute Entzündungen bezeichnet. Eine solche „Immunantwort“ des Körpers ist im Grunde positiv, denn es zeigt Ihnen deutlich, dass Ihre Abwehrkräfte optimal funktionieren. Ihr Immunsystem ist also im Stande, auf äußere und potenziell gefährliche Umweltfaktoren zu reagieren und diese auch effizient zu bekämpfen.

Problematisch sind hingegen die unterschwelligen und dauerhaft vorhandenen Entzündungsvorgänge, die beispielsweise durch ein falsche Essverhalten und eine ungesunde Lebensführung entstehen. Bei diesen chronischen Entzündungen sind die Symptome nicht mehr so eindeutig und auch nicht immer gleich ausgeprägt. Treiben diese inneren Entzündungsprozesse längere Zeit sozusagen im Körperinneren ihr Unwesen, dann schwächt das die Immunabwehr ganz deutlich. Je nach Größe und Art dieser Entzündungsvorgänge können innere Organe beschädigt werden.

Wie lassen sich innere Entzündungsvorgänge erkennen?

Im Allgemeinen äußern sich chronische Entzündungsvorgänge durch unspezifische Anzeichen und Symptome wie zum Beispiel:

  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Zivilisationserkrankungen wie Diabetes oder Übergewicht (Adipositas)
  • Probleme und Beschwerden des Verdauungstrakts                    
  • Gelenkbeschwerden
  • Kopfschmerzen

Gicht und rheumatoide Arthritis

Bei diesen Erkrankungen sind die entzündeten Gelenke im Körper ein ganz klares Anzeichen dafür, dass das Immunsystem in einer permanenten Alarmbereitschaft ist. Ein Auslöser, der zunächst einmal unbekannt ist, reizt die Immunabwehr so intensiv, dass es dem Immunsystem überhaupt nicht gelingt, den Eindringling zu bekämpfen. Es kommt also zu einer Art „Dauerbedrohung“ und auf diese reagiert der Organismus mit Entzündungsvorgängen in den Gelenken.

Bei Rheuma müssen mehrere Auslöser-Faktoren als mögliche Krankheitsursache in Betracht gezogen werden. Wissenschaftliche Forschungsstudien zeigen aber immer wieder, dass rheumatische Schübe sowohl in ihrer Intensität wie auch in ihrer Häufigkeit durch die Ernährung beeinflusst werden können.

Zudem haben Blutuntersuchungen bei betroffenen Patienten gezeigt, dass ein Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralien ebenfalls vorhanden ist. Diese fehlenden Mikronährstoffe sorgen im Rahmen einer Rheuma Erkrankung dafür, dass der Körper nicht mehr ordnungsgemäß seinen Aufgaben nachkommen kann. Das zeigt bereits, wie wichtig eine entzündungsarme Ernährungsweise ist, um das Immunsystem wieder zu stärken und innere Entzündungsvorgänge abklingen zu lassen.

Chronisch-entzündliche Darmkrankheiten – Morbus Crohn, Gastritis, Colitis & Co.

Wenn es um innere Entzündungen geht, sollte ein Hauptfokus auf den Darm gelegt werden. Dieses Organ ist für unseren Körper von besonderer Bedeutung: Es ist sozusagen unser zweites Gehirn und DAS „Immunorgan“: Rund 80 der Immunzellen befinden sich im Darm. Ein ungesunder Lebensstil belastet den Darm sehr! Die wichtigste Grundvoraussetzung für ein Plus an Darmgesundheit ist eine adäquate, vollwertige und ausgewogene Bakterienkultur.

Wenn die Darmflora aus der Balance gerät, was die Anzahl und auch die Vielfalt der dort angesiedelten Mikroorganismen betrifft, kommt es zu einer Darm-Fehlbesiedlung. Hält eine solche Dysbalance an, verändert sich die Schleimhaut des Darms und es kommt zu chronischen Entzündungen. Durch solche Entzündungen – insbesondere im Dünndarm – ist eine verminderte Aufnahmefähigkeit gegeben. Durch diese schlechtere Resorption wird die täglich aufgenommene Nahrung auch schlechter verwertet.

Infolgedessen entstehen am Darmorgan auch strukturelle Schäden wie etwa Darmwandschäden oder Verdauungsbeschwerden. Es kommt häufig zu Fieber, Bauchkrämpfen, Durchfällen oder anderen belastenden Symptomen.

Morbus Crohn und Colitis sind ebenfalls chronisch entzündliche Darmkrankheiten, die vor allem in den westlichen Industrieländern auftreten. Hier ernähren sich die Menschen zunehmend von stark verarbeiteten Nahrungsmitteln und bewegen sich kaum. Auch weitere äußere Einflüsse wie zum Beispiel Nikotin- und Alkoholkonsum, Schwermetalle oder Umweltgifte wie Pestizide beeinflussen solche Darmentzündungen negativ.

Achtung vor entzündungsfördernden Lebensmitteln

Es gibt kaum etwas, das wir so sehr beeinflussen können, wie die Nahrungsmittel, die wir täglich zu uns nehmen. Es ist jeden Tag wieder neu unsere bewusste Entscheidung dafür, ob wir unserem Körper zu einem besseren Gesundheitszustand verhelfen wollen oder im nur unnötig schaden. Es ist nie zu spät, dem Körper etwas Gutes zu tun und mit einer angemessenen Ernährung zu beginnen. Das ist vor allem dann auch der Fall, wenn innere Entzündungsvorgänge reduziert oder ihnen vorgebeugt werden soll.

Folgende Lebensmittel fördern innere Entzündungsprozesse und sind somit kein Bestandteil einer Anti-Entzündungs-Ernährung:

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Wurstwaren und Fleischwaren

Solche Lebensmittel tierischer Herkunft lösen besonders häufig Entzündungen aus. Verantwortlich dafür ist vor allem die Arachidonsäure, eine Omega-6-Fettsäure.

Sie gehört zu den ungesättigten Fetten und finden sich vor allem in tierischen Lebensmitteln. Insbesondere rotes Fleisch wie zum Beispiel Rind- oder Schweinefleisch enthält einen hohen Gehalt dieser Fettsäure. Wenn Sie hohe Mengen an Wurst- und Fleischwaren zu sich nehmen, dann produziert Ihr Organismus durch die erhöhte Arachidonsäure-Zufuhr viele entzündungsfördernde Botenstoffe.

Tierische Lebensmittel werden vom Körper sauer verstoffwechselt: Infolgedessen entstehen Abfallstoffe, die sich im körpereigenen Bindegewebe ablagern. Auch fremde Botenstoffe der Tiere greifen in die Stoffwechselvorgänge ein, so beispielsweise Medikamente aus der Massentierhaltung wie zum Beispiel Antibiotika.

Studien zeigen zudem, dass der erhöhte Fettanteil in diesen tierischen Lebensmitteln weitere negative Auswirkungen auf den Körper hat. Es kommt zu Arterienverkalkungen, erhöhten Cholesterinwerten, Diabetes und weiteren schweren Erkrankungen.

Tierische Produkte führen zu einem übersäuerten Organismus und ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt fördert Entzündungen.

Milchprodukte und Milch

Auch der Verzehr von Milch und Milchprodukten wie Joghurt, Käse, Speiseeis oder Quark wird zunehmend skeptisch gesehen. Milchprodukte werden zum Beispiel mit einer erhöhten Östrogen-Konzentration in Verbindung gebracht, ebenso mit einem Anstieg des IGF-1-Faktors, ein Wachstumshormon. Infolgedessen wird vermehrt Insulin gebildet, was eine entzündungsfördernde Wirkung hat.

Vor allem auch der Verzehr von raffinierten Kohlenhydraten mit einem hohen glykämischen Index führt in Kombination mit Milchprodukten oder Milch zu einem erheblichen Anstieg der Entzündungsvorgänge.

Fertiggerichte und raffinierte Kohlenhydrate

Neben tierischen Produkten belasten auch raffinierte Kohlenhydrate den Stoffwechsel des Körpers massiv. Stark verarbeitete Nahrungsmittel wie zum Beispiel Weißmehlprodukte, Fertiggerichte oder Backwaren sind voll von ungesunden Inhaltsstoffen. Reichlich Salz, Zucker und Fett, aber auch künstliche Aromen, Konservierungs-, Farb- und Zusatzstoffe schädigen den Körper massiv!

Je stärker die einzelnen Lebensmittel verarbeitet sind, desto geringer ist auch der Ballaststoffanteil. Die Energiedichte nimmt immer mehr zu, während die Nährstoffdichte drastisch sinkt.

Süße Getränke und Industriezucker

Süße Lebensmittel versprechen uns Menschen einen hohen Energiegehalt und sichern somit seit jeher das weitere Überleben. Wir müssen nicht mehr wie unsere Urahnen Nahrung sammeln oder auf die Jagd gehen. Stattdessen steht uns alles, was das Herz begehrt, zur Verfügung, sobald wir den Kühlschrank öffnen. Insbesondere zuckerhaltige Lebensmittel und raffinierter Zucker sollten jedoch vom Speiseplan entfernt werden.

Das süße Gift hat aber ein sehr starkes suchtförderndes Potenzial und bei übermäßigem Konsum kommt es zu Übergewicht, Diabetes oder dem metabolischen Syndrom: Hierzu gehören auch Krankheiten wie Bluthochdruck oder zu hohe Triglyzerid-Werte (Blutfettwerte). Die Folge sind Entzündungsreaktionen im Körper.

So sieht ein entzündungsarmer Speiseplan aus

Eine zentrale Rolle spielen hier pflanzliche Lebensmittel wie zum Beispiel:

  • frisches Obst
  • Vollkornprodukte
  • Samen, Nüsse und Kerne
  • Hülsenfrüchte
  • Gemüse

In diesen Lebensmittelgruppen stecken reichlich wertvolle Ballaststoffe: Das sind unverdauliche Pflanzenfasern, die vor allem für eine gesunde Darmflora unverzichtbar sind.

Gemüse und Obst sind vollwertige, basenbildende Lebensmittel, mit einer Fülle an wichtigen Ballaststoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen. Diese Inhaltsstoffe gelten als entzündungshemmend: Sie können bis in die Körperzellen vordringen und dort sehr positive Effekte bewirken.

Sehr wertvolle Mikronährstoff-Lieferanten sind beispielsweise grüne Blattgemüsesorten wie Mangold, Kohl, Grünkohl, Rosenkohl oder Spinat! In ihnen stecken nicht nur wertvolle Vitamine und Mineralien, sondern auch wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, denen entzündungshemmende Wirkungen nachgesagt werden.

Beeren

Heidelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Stachelbeeren: Die Liste ist noch richtig lang. Beeren sind ein richtig geschmackvolles und gesundes Food mit vielen positiven Wirkungen auf die Gesundheit.

In ihnen stecken zum Beispiel wertvolle Anthocyane, ein Pflanzenfarbstoff aus der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe. Dieser Stoff verleiht den Früchten die dunkle violett-bläuliche Farbe. Anthocyane haben nachweislich antioxidative, also zellschützende Wirkung wie auch entzündungshemmende.

Beeren sind sehr zuckerarm und somit auch ein hervorragendes Schlankfood. Sie regulieren den Blutzuckerspiegel und senken in Kombination mit anderen Nahrungsmitteln eine zu hohe glykämische Last. Sie enthalten auch reichlich Antioxidantien und wirken sich in vielfacher Hinsicht positiv auf die Gesundheit des menschlichen Organismus aus.

(Einen extra Artikel über die gesundheitsfördernde Wirkung von Beeren finden Sie auf unserer Blogseite.)

Tipps zum Verzehr

  • Essen Sie Beeren am besten in hoher Bioqualität
  • Kaufen Sie regional und auch saisonal ein. Saisonkalender – beispielsweise aus dem Internet – können Ihnen einen guten Überblick darüber geben, welche gesunden Beeren wann Saison haben.
  • Beeren kann man auch selbst pflücken: Das macht Spaß, sorgt für Betätigung in der freien Natur und vermeidet zudem Plastikverpackungen.
  • Auch TK-Beeren haben eine hohe Qualität und sind eine sehr gute Alternative zu frischen Beeren. Wie wirken antioxidativ, also zellschützend und entzündungshemmend.

Zitrusfrüchte

Orangen, Grapefruits, Zitronen, Mandarinen, Limetten oder Blutorangen punkten mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt. Vor allem der Saft ist ein echter Power-Booster für das Immunsystem. Der Geschmack ist leicht bitter bis sauer.

Zusätzlich zu Vitamin C, steckt in Zitrusfrüchten Vitamin E, ein weiteres wertvolles Antioxidans, das Entzündungsprozesse schneller abklingen lässt.

Kohlsorten

Rucola, Blumenkohl, Kohlrabi, Rotkohl, Brokkoli, Grünkohl oder andere Kohlsorten gehören zur Gattung der Kreuzblütler. Sie beinhalten einen Stoff namens Sulforaphan, ein Senföl, das entzündungshemmende Eigenschaften haben soll.  Senföle bilden sich aber erst dann, wenn diese Gemüsesorten angeschnitten werden. Anschließend sollten sie für mindestens eine halbe bis Dreiviertelstunde lang ruhen. Beim Kochvorgang bleiben die Senföle nahezu vollständig erhalten.

Tipps zu Zubereitung und Verzehr

  • Kohlsorten sollten Sie zunächst einmal anschneiden und dann für mindestens 30 Minuten lang offen liegen lassen. Verarbeiten Sie das Gemüse erst dann weiter.
  • Am schonendsten ist es, das Gemüse zu garen oder zu dünsten, denn auf diese Weise bleibt die wertvolle Fülle an Nähr- und Vitalstoffen erhalten.
  • Sie mögen keinen Kohl und haben daran möglicherweise ungute Erinnerungen aus Kindertagen? Geben Sie doch anderen Kohlsorten einfach unvoreingenommen eine Chance: Wenn Sie zum Beispiel keinen Rosenkohl mögen, sollten Sie dennoch unbedingt mal Brokkoli oder Blumenkohl probieren. Der Gesundheitsfaktor ist derselbe, doch der Geschmack variiert.
  • Einige Kohlsorten wie Kohlrabi oder Romanesco lassen sich auch roh zu geschmackvollen Salatvariationen verarbeiten.

Kerne, Nüsse und Samen

Diese Powerpakete dürfen im Rahmen einer entzündungshemmenden Ernährung nicht fehlen: Sie enthalten wertvolle Ballaststoffe und zudem wichtige Mineralstoffe wie Selen, Zink und Magnesium. Sie haben eine hohe antioxidative und entzündungshemmende Wirkung.

Durch den hohen Anteil an Omega-3-Fetten fördern sie zudem ganz maßgeblich die Herzgesundheit. Vor allem auch Omega-3-Fette haben ein hohes entzündungshemmendes Potenzial.

Besonders Walnüsse und Leinsamen sind sehr wertvoll, denn sie haben eine besonders günstige Fettsäuren-Zusammensetzung.

Auch Mandeln, Pistazien, Haselnüsse, Paranüsse, Pinienkerne und Sonnenblumenkerne sind sehr wertvoll im Rahmen einer entzündungshemmenden Ernährung. Für eine gesundheitsbewusste und präventive Ernährung sollten Sie diese Lebensmittel unbedingt in Ihre tägliche Ernährung einbetten.

Nüsse enthalten aber auch viele Kalorien, daher sollten Sie hier mit der täglichen Verzehrmenge aufpassen: Eine Handvoll am Tag ist ein ideales Richtmaß!

Tipps zum gesunden Verzehr

  • Kombinieren Sie Samen, Kerne und Nüsse im Optimalfall mit carotin-haltigen Gemüsesorten, denn diese enthalten reichlich Vitamin A, ein wichtiger fettlöslicher Mikronährstoff.
    • In dieser Kombination kann der Körper die wertvollen entzündungshemmenden Fette aus Nüssen und Samen besser aufnehmen und für sich weiter verstoffwechseln.
  • Kaufen Sie Nüsse, Samen und Kerne am besten in hoher Bio-Qualität, denn diese sind unbelastet und fördern Ihre Darmgesundheit.
  • Essen Sie naturbelassene Nussmischungen und keine gesalzenen.

Zwiebelgewächse als wichtiger Teil einer entzündungshemmenden Ernährung

Zu dieser Lebensmittelgruppe gehören Knoblauch, Zwiebeln, Schalotten und Lauch. Der Grund für den intensiven Geruch und Geschmack dieser Lebensmittel ist der Inhaltsstoff Allicin: Dieser sekundäre Pflanzenstoff wirkt blutzuckerregulierend, blutdrucksenkend und auch cholesterinsenkend. Allicin gilt als bioaktive Substanz, die von Zwiebeln oder Knoblauch aber erst dann freigesetzt wird, wenn die Zellwände aufgebrochen werden. Das bedeutet, dass erst mit dem Anschneiden oder dem Hacken von Knoblauch und Zwiebeln die enzymatischen Prozesse in Gang gesetzt werden, die das Allicin produzieren.

Tipps zum Verzehr

  • Hacken und schneiden Sie Knoblauch oder Zwiebeln und lassen Sie ihn für mindestens zehn Minuten lang liegen, damit sich der sekundäre Pflanzenstoff Allicin bilden kann.
  • Erhitzen Sie Knoblauch und Zwiebeln nicht zu lang, sondern nur für drei bis maximal fünf Minuten. Ansonsten können Allicin-Mengen verloren gehen, denn dieser sekundäre Pflanzenstoff ist sehr hitzeempfindlich.
  • Greifen Sie bevorzugt zu roten Zwiebeln, denn in diesen stecken mehr antioxidative Inhaltsstoffe als in weißen Küchenzwiebeln.
  • Rühren Sie Zwiebel oder Knoblauch auch gerne in Dips wie etwa Kräuterquark ein: So profitieren Sie vom wertvollen Allicin, doch der Joghurt- oder Quarkgeschmack mildert den intensiven Eigengeschmack ab.

Pflanzliche entzündungshemmende Öle – Omega3-Fette

Omega-3-Fette sind überlebensnotwendig und sollten daher in einer adäquaten Menge aufgenommen werden. Hierzu gehört die Alpha-Linolensäure, die zum einen gefäßerweiternde und zum anderen entzündungshemmende Effekte hat.

Sehr wichtige Omega-3-Lieferanten sind Leinöl und Rapsöl. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass Leinöl nicht zu stark erhitzt werden sollte, da es sonst einen bitteren Geschmack erhält. Bewahren Sie Leinöl im Idealfall im Kühlschrank und an einem dunklen Ort auf. Zum Anbraten können Sie hingegen auch ein hochqualitatives, kaltgepresstes Olivenöl verwenden. Das ist auch bei höheren Temperaturen hitzebeständig.

Hochqualitative und hitzebeständige Öle sollten am besten in Kombination mit Beta-Carotin-haltigen Lebensmitteln aufgenommen werden. Die pflanzlichen Fette erleichtern dem Organismus nämlich die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.

Beta-Carotin-Lebensmittel

Auch sie haben eine hohe entzündungshemmende Wirkung!

Carotinoide gehören ebenfalls zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe: Dieser Pflanzenfarbstoff sorgt für die gelb-orange Farbe in vielen Gemüse- und Fruchtsorten. So steckt Beta-Carotin beispielsweise in Karotten, Kürbis, Mangos, Aprikosen, Süßkartoffeln und Nektarinen. Ebenfalls eine Form von Carotin ist das Lycopin in Tomaten. Dieser Pflanzenfarbstoff hat auch einen sehr positiven Effekt auf die Knochengesundheit.

Bei manchen Lebensmitteln steigt der Carotin-Gehalt durch das Erhitzen noch weiter an und kann vom Körper noch besser aufgenommen werden: Das ist zum Beispiel bei Möhren, Tomaten, Kürbis und Süßkartoffeln der Fall.

Ballaststoffe können hingegen die Carotin-Aufnahme erschweren.

Viele Carotinoide weisen herzschützende und entzündungshemmende Eigenschaften auf.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sind zentrale Eiweißlieferanten. Die Auswahl ist sehr breitgefächert und die Nährstoffdichte ist extrem hoch: So punkten Hülsenfrüchte mit einem hohen Ballaststoffgehalt. Die dunklen Hülsenfrüchte-Sorten wie zum Beispiel schwarze Bohnen oder Kidneybohnen enthalten viele wertvolle Antioxidantien.

Zusätzlich stecken in Hülsenfrüchte wertvolles Vitamin B1, B6, Folsäure, Zink, Magnesium und Eisen. Ergänzen Sie Ihre täglichen Mahlzeiten mindestens zwei Mal wöchentlich durch Hülsenfrüchte. Damit fördern Sie maßgeblich die Darmgesundheit.

Fermentiertes

Fermentation bedeutet „Gärung“: Fermentieren bedeutet im Grunde „milchsauer vergären“ und ist eine der ältesten Methoden des Haltbarmachens.

Hier werden die Milchsäurebakterien genutzt, die von Natur aus auf Früchten und Gemüse vorkommen: Unter Sauerstoffausschluss bilden sie Milchsäure in einer Salzlake. Im Laufe des Gärungsvorgangs bilden sich viele wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Fermentiertes ist eine wertvolle Nahrungsgrundlage für die wertvollen und nützlichen Bakterien im Darm und fördern somit ein intaktes Mikrobiom. So können bioaktive Substanzen freigesetzt werden, die unter anderen antioxidative, cholesterinsenkende und eben entzündungshemmende Wirkungen haben.

Insbesondere die probiotische Wirkung fermentierter Nahrungsmittel auf den Darm ist sehr wertvoll. Die entstehenden Laktobazillen dringen bis in das Verdauungssystem ein und kräftigen dort die Darmflora. Das wiederum kräftigt das gesamte Immunsystem. Probiotika haben aber nachweislich auch einen sehr positiven Effekt auf die Knochengesundheit. Das könnte zum Beispiel an der Fähigkeit einiger Bakterien liegen, Mikronährstoffe wie Vitamin C oder Vitamin K zu produzieren: Diese beiden Vitamine sind beispielsweise sehr wertvoll für die Gesundheit der Knochen.

Der Klassiker unter den Fermenten ist Sauerkraut, das sich ganz einfach selbst zubereiten lässt. Es punktet mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt und ergänzt sehr gut frische Salate, aber auch deftige Speisen.

Gewürze als Teil einer entzündungshemmenden Ernährung

Auch viele Gewürze wie zum Beispiel Kurkuma, Chili, schwarzer Pfeffer oder Ingwer sind ein wertvoller Bestandteil einer entzündungshemmenden Ernährung. Sie enthalten kostbare ätherische Öle, die Entzündungsprozesse im Körper neutralisieren können.

So ist Kurkuma zum Beispiel dafür bekannt, Entzündungen bei Erkrankungen wie Schuppenflechte oder auch Arthrose zu mildern. Auch Ingwer hat schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung: Es ist nicht nur im Rahmen von grippalen Infekten eine „Wunderwaffe“, sondern auch bei Übelkeit und sonstigen Verdauungsbeschwerden.

Ein weiteres sehr wertvolles Gewürz ist im Übrigen auch Zimt: Es schmeckt nicht nur auf Süßspeisen besonders lecker, sondern hat durch seine ätherischen Öle auch stoffwechselanregende, entzündungshemmende und blutzuckerregulierende Eigenschaften.

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Disclaimer:

Die in diesem Blogartikel dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information, Weiterbildung und Unterhaltung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden oder Behandlungen dar. Die Texte ersetzt keinesfalls eine medizinische Beratung durch einen Arzt. Bei gesundheitlichen Fragen, Beschwerden oder Problemen konsultieren Sie immer Ihren Arzt!

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