Richtig essen bei Arthrose » was ist zu beachten?

Ernährung bei Arthrose

Wie sieht eine anti-entzündliche Ernährung bei Arthrose aus?

Der entscheidende Schlüssel zur Prävention wie auch zur Behandlung einer Arthrose ist eine Ernährungsumstellung. Die tägliche Ernährung muss vor allem auf entzündungshemmenden Lebensmitteln, Gewürzen und Kräutern basieren, um den Knorpelabbau zu hemmen. Gleichzeitig steht eine Entlastung der Gelenke und somit eine Gewichtsreduktion im Vordergrund.

Erfahren Sie hier mehr dazu.

Was steckt eigentlich hinter der Erkrankung Arthrose?

Hinter einer Arthrose-Krankheit steckt ein „Gelenkverschleiß“: Anders ausgedrückt heißt das, dass sich die Körpergelenke im Lebensverlauf zunehmend abnutzen. Sie werden immer unbeweglicher und fangen infolge von inneren Entzündungsvorgängen an zu schmerzen. Es kommt zu Veränderungen der Gelenke, die in den meisten Fällen in Verbindung mit Schwellungen sowie schmerzhaften Entzündungen einhergehen.

Arthrose – in der medizinischen Fachsprache auch als Osteoarthrose bezeichnete – ist weltweit die häufigste Gelenkkrankheit. Über 60 % der älteren Bevölkerung sind betroffen. Charakteristisch für eine Arthrose-Erkrankung ist ein fortschreitender Knorpelverlust: Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es dann zu schmerzenden Gelenken und Bewegungsbeeinträchtigungen. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium bedeuten die Beschwerden einen massiven Verlust der Lebensqualität. So kommt es auch in vielen Fällen zu einer starken Einschränkung der Mobilität und infolgedessen auch der Selbstständigkeit.

Was passiert nach einer Arthrose-Diagnose?

Bis heute ist Arthrose eine unheilbare Erkrankung. Dennoch gibt es sehr gute Möglichkeiten, um die damit verbundenen Schmerzen zu lindern und die Alltagseinschränkungen somit so gering wie nur möglich zu halten.

Moderne Therapiekonzepte und Ansätze beeinflussen die Funktionen der Gelenke positiv und ermöglichen insgesamt ein langsameres Fortschreiten der Krankheit. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, mögliche Beschwerden rechtzeitig abklären zu lassen und so frühzeitig wie nur möglich mit der Therapie zu beginnen.

Zwei Erscheinungsformen der Arthrose

Bei der primären Arthrose ist keine konkrete Ursache für die Erkrankung feststellbar.  Trotzdem kommt es zu den typischen Degenerationsprozessen im Gelenk und somit zu den Beschwerden. Die primäre Arthrose tritt besonders häufig in den Knie- und Fingergelenken auf.

Diese entwickelt sich häufig infolge von sportlichen oder beruflichen Überlastungen, aber auch infolge von Verletzungen oder orthopädischen Fehlstellungen. Ebenso kann die sekundäre Arthrose als Folge anderer Grunderkrankungen – wie etwa Gicht, Rheuma oder Diabetes – auftreten. Im Sprunggelenk sowie im Handgelenk zeigt sich die sekundäre Arthrose am häufigsten. Verletzungen im Vorfeld spielen hier aber eine sehr wichtige Rolle.

Die Übergänge zwischen der primären sowie der sekundären Arthrose sind im Allgemeinen fließend.

Ist ein ungesundes, einseitiges Essverhalten der Auslöser für Arthrose?

Zusätzlich zu altersbedingten Veränderungen können auch vermehrte körperliche Belastungen – zum Beispiel im Sport oder auch durch Fußfehlstellungen – eine wichtige Ursache für die Abnutzung von Gelenken sein.

Doch nicht nur übermäßige Belastungen sind ungünstig für die Gelenke, sondern auch das Gegenteil: Bewegungsmangel!

Zudem hat auch die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf eine Arthrose-Erkrankung.

Unausgeglichene Säure-Basen-Balance – ein Grund für interne Entzündungen

Bei einem übermäßigen Zuckerkonsum oder beim Verzehr zu vieler tierischer Fette produziert unser Körper Säuren. Dabei mag es der Organismus lieber basisch. Um hier also wieder eine ausgewogene Säure-Basen-Balance zu erzielen, muss das tägliche Essverhalten umgestellt werden. Der Körper holt sich die notwendige Unterstützung von basischen Mineralstoffen wie zum Beispiel Kalzium. Durch eine nährstoffarme und zudem säurebetonte Ernährungsweise verliert sich das Säure-Basen-Gleichgewicht und die Säuren gewinnen im Organismus die Überhand.

Es kommt zur vermehrten Einlagerung von Säuren und zu internen Entzündungsprozessen. Hinzu kommt, dass der Nähr- und Vitalstoffmangel den notwendigen Knorpelaufbau verhindert. Beides hat eine negative Auswirkung auf die Gelenke. All das hat negative Auswirkungen auf die Gelenke.

Übergewicht – der Hauptrisikofaktor für Arthrose

Ein zu hohes Körpergewicht ist eine bedeutende Belastung für die Gelenke. Vor allem Knie- und Hüftgelenke leiden unter zu vielen Kilos! Diese Gelenke müssen vermehrt die mechanische Belastung abfedern und dadurch wird der Gelenkverschleiß immer mehr vorangetrieben.

In den Fettzellen des menschlichen Körpers werden vermehrt entzündungsfördernde Stoffe gebildet. Diese „heizen“ wiederum andere innere Entzündungsherde an und somit kommt es zu intensiven Schmerzbeschwerden.

(Wenn Sie für das Thema Übergewicht interessieren, dann ist unser Blogartikel “Metabolisches Syndrom » was ist das konkret?” Genau das Richtige für Sie.)

Abnehmen für einen beschwerdefreien Alltag

Runter mit den überschüssigen Pfunden“ – das ist das Motto!

Eine zentrale Behandlungsmaßnahme einer Arthrose-Erkrankung ist eine Gewichtsreduktion. Es hat sich nachgewiesenermaßen gezeigt, dass die Schmerzen nach einer Gewichtsabnahme weniger wurden.

Besonders zielführend ist die Kombination aus ausreichend Bewegung sowie einer kalorienreduzierten Ernährungsweise. Aber aufgepasst: Wenn Sie unter Gelenkbeschwerden leiden, sollten Sie unbedingt sanfte Sportarten ausüben, so zum Beispiel Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren.

Auf diese Weise vermeiden Sie zusätzliche Belastungen für die schmerzenden Gelenke. Eine gesunde Abnahme mit einem Gewichtsverlust von 500 Gramm pro Woche schützt Sie zudem vor dem gefürchteten Jo-Jo-Effekt!

Ernährung bei Arthrose
Arthrose kann sehr schmerzhaft sein!

Wie sieht der gelenkgesunde Ernährungsplan aus?

Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass sich eine Arthrose-Erkrankung auch durch gezielte Ernährungsmaßnahmen nicht heilen lässt! Doch das richtige Essverhalten kann das Krankheitsbild und die auftretende Symptomatik positiv beeinflussen. Auch einer Verschlechterung der Beschwerden kann durch eine angepasste Ernährung vorgebeugt werden.

Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang eine ausgewogene Säure-Basen-Balance. Doch aufgepasst: Lebensmittel, die sauer schmecken – wie zum Beispiel Zitronen – müssen nicht zwingend als Säurebildner eingestuft werden. So ist die Zitrone beispielsweise ein Lebensmittel, das basisch verstoffwechselt wird. Säuren entstehen erst während des Verdauungsvorgangs.

Kalorienbewusst & ausgewogen essen

Die „klassische Arthrose-Diät“ gibt es nicht. Dennoch ist es ratsam, einige Ernährungsratschläge zu befolgen, um vor allem ein zu hohes Körpergewicht zu senken.

Die richtige Arthrose-Ernährung sollte daher vor allem kalorienreduziert und ausgewogen sein. Schon allein durch eine Gewichtsreduktion kann bei übergewichtigen Arthrose-Patienten eine Verbesserung vieler Symptome erzielt werden. Auch das weitere Fortschreiten der Krankheit lässt sich durch ein gesundes Körpergewicht deutlich verlangsamen.

Des Weiteren ist auch eine optimale Versorgung mit essenziellen Mineralstoffen, Antioxidantien und Vitaminen grundlegend wichtig!

Fertigprodukte & Fast Food gegen frische, nährstoffreiche Lebensmittel tauschen

So verlockend Hamburger, Pizza und Pommes auch sein mögen – Fast Food und Fertiggerichte sind echte Kalorienbomben, die nicht nur voller Zucker stecken, sondern auch viele ungesunde Zusätze wie Konservierungsmittel, Farbstoffe, Aromen oder Geschmacksverstärker enthalten. Zudem finden sich in diesen Nahrungsmitteln viele Kohlenhydrate und ungesunde Fette. Verwenden Sie hingegen naturbelassene Zutaten, in einer hohen Bio-Qualität und kochen Sie selbst. Wenn Sie frisch kochen, haben Sie allein die volle Kontrolle über die verwendeten Zutaten!

Gehen Sie sparsam um mit Dickmachern wie Sahne, Zucker oder Butter! Wenn Sie diese Produkte beim Kochen weglassen, können Sie viele Kalorien einsparen. Schöpfen Sie aus der großen, gesunden und nährstoffreichen Vielfalt an Nahrungsmitteln und seien Sie ruhig experimentierfreudig mit kalorienarmen Sattmachern: Hierzu gehören Reis, knackig-frisches Gemüse, Kartoffeln, Vollkorngetreideprodukte und mageres Fleisch!

Bei Milchprodukten sollten Sie ebenfalls naturbelassene Produkte mit einem reduzierten Fettgehalt bevorzugen. Fertigjoghurts, gesüßte Fruchtbuttermilch oder gesüßte Fertigprodukte wie Milchreis oder Puddings sollten vom Speiseplan entfernt werden.

Reichlich pflanzenbasierte Kost, weniger Fleisch!

Die Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen wöchentlich nicht mehr als 300 bis maximal 800 Gramm Fleisch zu essen. In diesem Nahrungsmittel steckt reichlich Fett und zudem kurbelt Fleisch die körperinterne Produktion von entzündungsfördernden Stoffen an. Verantwortlich dafür ist vor allem die Arachidonsäure, eine Omega-6-Fettsäure, die in Fleisch enthalten ist.

Planen Sie statt Fleischgerichten lieber ein bis zwei Fischmahlzeiten wöchentlich ein. Bestimmte Sorten wie Makrele, Thunfisch, Hering oder Lachs liefern besonders viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die für ihre entzündungshemmenden Wirkungen bekannt sind.

(Wenn Sie mehr über entzündungshemmende Ernährung erfahren möchten, dann empfehlen wir Ihnen unseren Blogartikel “Entzündungshemmende Ernährung » was gehört dazu?“)

Bei Früchten und Gemüsen dürfen Sie ebenfalls großzügig zugreifen: Fünf Portionen – drei Gemüseportionen und zwei Obstportionen – versorgen Ihren Körper perfekt mit allen wichtigen Antioxidantien, Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

Ihr Gesundheitsplus: Durch die geringe Energiedichte der pflanzlichen Nahrungsmittel fördern Gemüse und Obst Ihre schlanke Figur!

Vitamin D und Kalzium – zwei unverzichtbare Mikronährstoffe bei Arthrose

Diese beiden Mikronährstoffe werden unbedingt für gesunde Knochen benötigt!

Sehr gute Kalziumlieferanten sind Milch und Milchprodukte, doch greifen Sie hier zur fettreduzierten Variante.

Auch Vitamin D findet sich zum Teil in Nahrungsmitteln, doch den größten Anteil decken Sie über ausreichend Einwirkung von Sonnenlicht auf der Haut. Gehen Sie daher wann immer es geht in die freie Natur und genießen Sie das Sonnenlicht, doch vergessen Sie bitte keinesfalls, auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten!

Im Rahmen einer gesunden Arthrose Ernährung müssen Sie Ihren Körper also mit entzündungshemmenden Lebensmitteln versorgen.

Ihr Körper braucht die nötigen Nähr- und Vitalstoffe für einen gesunden Knorpelaufbau. Gleichzeitig stellen Sie über eine anti-entzündliche Ernährungsweise sicher, dass Ihr Organismus alles hat, was er braucht, um die Gelenke optimal zu versorgen. Kombinieren Sie daher auch wertvolle Vollkornprodukte wie Buchweizen, Hirse, Vollkornreis oder Dinkel und Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth mit frischem, vitaminreichem Gemüse.

Frisches Gemüse – das Zentrum der anti-entzündlichen Arthrose-Ernährung

Gemüse ist die Hauptnahrungsquelle im Rahmen einer gesunden Arthrose-Ernährung. Gemüse ist nicht nur kalorienarm, sondern liefert Ihrem Körper auch alle wertvollen Vitamine und Mineralien, die vor allem bei Arthrose so ungemein wichtig sind! Zudem liefert Gemüse viele gesunde Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Gemüse kurbelt die Stoffwechselprozesse an und hilft zudem Entzündungen einzudämmen. Damit können Gelenkbeschwerden am gesamten Körper gelindert werden.

Sie können Gemüsegerichte mit hochwertigen pflanzlichen Ölen verfeinern, so zum Beispiel mit Oliven-, Lein-, Walnuss- oder Rapsöl. In diesen Ölen steckt reichlich Linolsäure, eine wertvolle, antioxidativ wirkende Omega-3-Fettsäure, die positiv auf Schwellungen an den Gelenken wirken kann.

Obst – für die tägliche Vitaminpower!

Sie sind richtig lecker, gesund und echte Vitaminbomben. Früchte und Beeren bringen richtig Farbe in Ihren täglichen Ernährungsplan und liefern Ihrem Körper essenziell wichtige Nährstoffe. Vor allem Zitrusfrüchte wie Grapefruit, Orangen oder Zitronen enthalten reichlich Vitamin C: Dieser Mikronährstoff schützt das Bindegewebe und ist auch dringend nötig für die Wundheilung.

Obst versorgt Ihren Körper aber auch mit wertvollen Ballaststoffen. Die Ernährungsexperten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung rät dazu, pro Tag mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich zu essen. Zwei große Äpfel liefern Ihnen rund 12 Gramm Ballaststoffe! Weitere ballaststoffreiche Früchte sind Johannisbeeren, Bananen, Erdbeeren, Birnen und Orangen.

Nüsse, Samen & Kerne – gesunde Snacks

Nüsse liefern Ihnen ebenfalls reichlich Vitamine, Mineralien und vor allem B-Vitamine. Ebenso sind Nüsse eine wertvolle Vitamin E-Quelle. In Kernen und Nüssen steckt zudem Kalium, Phosphor, Natrium und Magnesium. Häufig wird die Falschannahme vertreten, dass Nüsse sehr fettreich seien: Doch Fett ist nicht gleich Fett! In Nüssen finden sich hauptsächlich einfach sowie mehrfach gesättigte Fettsäuren, die eine sehr positive Wirkung auf den Körper haben.

Essen Sie täglich eine Handvoll Nüsse. Das ist eine optimale Ergänzung zu den Früchten und Gemüsen auf Ihrem Speiseplan.

Frische Kräuter und entzündungshemmende Gewürze

Frische Kräuter und aromatisch feine Gewürze sind wesentlich mehr als nur eine geschmackliche Veredelung. In Gewürzen und Kräutern stecken viele Antioxidantien: Ein Beispiel ist hier Kurkuma mit dem Hauptwirkstoff Curcumin, der auch für die typische Gelbfärbung des Gewürzes verantwortlich ist. Dieses Gewürz wirkt antioxidativ und entzündungshemmend.

Auch Ceylon-Zimt ist ein solch wertvolles Gewürz: Es enthält wertvolle Polyphenole und wichtige Antioxidantien, die den Organismus vor schädlichen freien Radikalen schützen und präventiv gegen Entzündungsprozesse wirken. Frische Kräuter wie Basilikum oder Bärlauch können blutdrucksenkend und auch entzündungshemmend wirken.

Unverzichtbare Vitamine, Mineralien & Spurenelemente bei Arthrose

Bestimmte Nähr- und Vitalstoffe sorgen für einen gesunden Knorpelaufbau und sind maßgeblich an der Regeneration der Gelenke beteiligt. Einige Mikronährstoffe wirken zudem entzündungshemmend. Es ist wichtig, diese Nährstoffe über eine gesunde tägliche Ernährung aufzunehmen. Je nachdem, welche Beschwerden im Einzelfall auftreten, kann der behandelnde Arzt entscheiden, ob Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll und hilfreich für die Linderung der Beschwerden sein können.

Auf den Knochenenden der Körpergelenke sitzt der Knorpel – und dieser erfüllt äußerst wichtige Aufgaben:

  • Der Knorpel wirkt ähnlich wie ein Stoßdämpfer und verhindert, dass die Flächen der Gelenke bei jeder Bewegung des Körpers aneinanderreiben.
  • Zudem ist der Gelenkknorpel ein aktives Zellgewebe und genau diese Tatsache ist den wenigsten Menschen bekannt.

Damit der Gelenkknorpel seinen so wichtigen Aufgaben und Funktionen optimal nachgehen kann, braucht es eine ideale Versorgung mit vielen Vitaminen, Spurenelemente, Mineralien und essenziellen Fettsäuren.

In jungen Lebensjahren kann der Körper die erforderlichen Gelenknährstoffe selbst herstellen und somit kann sich auch das Knorpelgewebe ausreichend regenerieren.

Ungefähr ab dem 40. Lebensjahr nimmt diese Fähigkeit des Körpers ab. Kommt es dann auch noch zu zusätzlichen Belastungen wie harte körperliche Arbeiten, einseitige Bewegungsmuster oder einem zu hohen Gewicht, nutzt sich der Knorpel immer mehr ab! Auch intensiver Leistungssport kann dem Knorpel und den Gelenken stark zusetzen.

All diese Faktoren führen zu einem übermäßigen Gelenkverschleiß – eben zur Arthrose! Die Folge sind Bewegungseinschränkungen und belastende Schmerzen!

„Gelenknährstoffe“ für mehr Belastbarkeit im Alter

Um die Gelenke und die Knorpelschicht auch im fortgeschrittenen Lebensalter belastbar zu erhalten, braucht es eine ausreichende Versorgung mit knochen- und knorpelaktiven Substanzen. Auch eine ausgewogene und vielseitige Ernährung kann den erhöhten Nährstoffbedarf für einige Stoffe manchmal nicht optimal decken. Bei arthrotischen Gelenkveränderungen kann daher unter Umständen eine systematische Nahrungsergänzung mit speziellen Nährstoffen sinnvoll sein.

Folgende Nährstoffe sind bei Arthrose dabei besonders wichtig:

  • Hyaluronsäure ist ein sehr wichtiger Bestandteil der sogenannten Synovialflüssigkeit, der „Gelenkschmiere“. Diese Flüssigkeit schützt den Gelenkknorpel vor Reibung und versorgt ihn mit den wichtigen Nährstoffen.

Hyaluronsäure kann zudem Gewebeflüssigkeit anziehen und binden: Dadurch wird die Flexibilität und die Flüssigkeitsversorgung im Knorpelgewebe deutlich verbessert.

  • Beta-Carotin, Vitamin C und Vitamin E:

Entzündungsreaktionen im Organismus „knabbern“ an unserem Vitaminkonto. Wissenschaftliche Forschungsstudien konnten zeigen, dass Menschen mit entzündlichen Erkrankungen – wie zum Beispiel Arthrose – weniger Vitamin C, Beta-Carotin und Vitamin E im Blutkreislauf haben. Eine Ursache dafür ist, dass bei Entzündungsvorgängen vermehrt schädliche freie Radikale gebildet werden.

Durch Vitamin C, E und Beta-Carotin können diese unschädlich gemacht werden. Setzen Sie daher den Fokus auf vitaminreiche Lebensmittel – vor allem aus Obst und Gemüse.

  • Chondroitin und Glucosamin sind zwei wichtige Substanzen, die für die Produktion von Knorpelgewebe sowie für die Gelenkschmiere dringend gebraucht werden.

Ebenso wie die Hyaluronsäure tragen auch sie dazu bei, dass der Gelenkknorpel ausreichend Flüssigkeit binden kann.

  • Kalzium ist ein sehr wichtiger Knochenbaustein, doch dieser essenzielle Baustoff kann nur dann effizient aufgenommen werden, wenn ausreichend Vitamin D gegeben ist.

Auch Interleukin 10 ist eines von vielen Immunsystem-Botenstoffen: Dieser Stoff sorgt unter anderem dafür, dass Entzündungsvorgänge im Körper nicht die Überhand gewinnen. Vitamin D3 fördert die Interleukin-10-Bildung. Zudem stärkt Vitamin D die Knochen- und Knorpelbildung, was sehr wichtig ist bei Gelenkserkrankungen wie Arthrose.

  • Omega-3-Fette haben als Gegenspieler der Omega-6-Fettsäuren eine starke entzündungshemmende Wirkung! Sie können Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken lindern.

Diese Fette stecken vor allem in fettreichen Seefischen wie Lachs, Thunfisch, Hering oder Makrele.

  • Mangan, Kupfer, Selen und Zink sind weitere essenzielle Gelenknährstoffe:
  • Selen schützt die Körperzellen vor oxidativem Stress und verhindert somit entzündliche Vorgänge im Körper.
  • Zink ist nicht nur für das Gehirn und die mentale Power sehr wichtig, sondern auch für einen gesunden Knorpelaufbau und ein starkes Bindegewebe.
  • Kupfer stärkt das Nervensystem, sorgt für ein hohes Energielevel und fördert zudem schöne Haut, Haare und Nägel. Auch für den Eisentransport ist Kupfer äußerst wichtig. Kupfer fördert aber auch den Bindegewebsstoffwechsel und wirkt somit dem Knorpelabbau effektiv entgegen.
  • Das Spurenelement Mangan hat ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung! Es ist ein eher unscheinbarer Mikronährstoff, doch für die Gesundheit ein echter Allrounder: Ohne Mangan würde der Energiestoffwechsel ins Stocken geraten. Auch ein stabiles Bindegewebe und starke Knochen brauchen eine optimale Mangan-Versorgung.
  • Vitamin K

Für die Gesundheit der Knochen und Gelenke ist dieses Vitamin von sehr großer Bedeutung. Des Weiteren bekämpft Vitamin K Entzündungsvorgänge im Körper.

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, hat im Grunde keine Vitamin-K-Mangel zu befürchten. Der Tagesbedarf lässt sich durch die geeigneten Nahrungsmittel im Allgemeinen sehr gut abdecken.

Optimale Vitamin-K-Lieferanten sind zum Beispiel Mangold, Feldsalat, Spinat, Grünkohl, Rosenkohl, Schnittlauch, Petersilie oder auch Blumenkohl.

Eine entzündungshemmende Ernährung reicht alleine nicht aus!

Ebenso wichtig wie eine anti-entzündliche Ernährung ist ausreichend Bewegung. Nur durch eine adäquate Be- und Entlastung der Gelenke kann der Stoffwechsel zwischen dem Knorpelgewebe sowie der Gelenkschmiere „aktiviert“ werden. Körperliche Bewegung ist für den Knorpel also eine richtige „Nahrung“ und somit unverzichtbar wichtig. Ein leichtes, gelenkschonendes Sportprogramm, eine entzündungshemmende Ernährung sowie eine möglicherweise sinnvolle Nahrungsergänzung sind die drei zentralen Bausteine für gesunde Gelenke. Spazieren Sie in der freien Natur oder gehen Sie öfter einmal Schwimmen. Arthrose ist kein Schicksal, dem Sie sich hilflos ergeben müssen. Schauen Sie positiv in die Zukunft und gehen Sie aktiv gegen die Beschwerden an: Es ist der erste wichtige Schritt hin zu mehr Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden!

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Disclaimer:

Die in diesem Blogartikel dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information, Weiterbildung und Unterhaltung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden oder Behandlungen dar. Die Texte ersetzt keinesfalls eine medizinische Beratung durch einen Arzt. Bei gesundheitlichen Fragen, Beschwerden oder Problemen konsultieren Sie immer Ihren Arzt!

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